Über das GZZ

Geschichte

Eine bunte Vielfalt von KMU-Unternehmungen sind in den ständig modernisierten Gebäudekomplexen des GZZ, Gewerbe Zentrum Zollikon, untergebracht. Vom Gewerbe- bis zum Handels- und Dienstleistungsbetrieb, alle haben sich seit über 3 Jahrzehnten erfolgreich in einer Genossenschaft zusammengefunden, wie man nachfolgend aus der Geschichte lesen kann.

Noch bis nach Ende des 2. Weltkrieges war es normal, dass dörfliche Gewerbebetriebe mitten in Wohngegenden untergebracht waren. Oft im Parterre, in Kellern, Anbauten oder gar Schöpfen von Wohnhäusern. Doch während der 50er Jahre begann sich dies zu ändern: mit dem anziehenden Bauboom stiegen die Bodenpreise. Die alten Häuser mit solch kombinierter Nutzung boten keine Möglichkeit zur Erweiterung der Werkstätten oder wurden gar abgebrochen, um modernen Wohnbauten Platz zu machen.

Zudem wollte man das Gewerbe nicht mehr im Wohnquartier haben – zuerst nur emotional, später dann per Zonenordnung. Deswegen kamen auch zunehmend mehr Zolliker Handwerker in Raumnot. Die Gemeinde schied im Riet rechtzeitig Land für eine Gewerbezone aus. Als ab 1955 einzelne Betriebe ihr Interesse für Parzellen anmeldeten, kam der Bescheid, Parzellen würden nicht einzeln abgegeben, sondern es werde eine Gesamtüberbauung angestrebt. Also keine Sofortlösungen. Dies bewog 1958 zwei Architekten, nach Kontaktnahme mit dem Gewerbeverein ein Vorprojekt für ein Gewerbezentrum zu erstellen. Dieses wurde Ende 1959 den Interessenten und den Behörden vorgestellt.

Darauf folgte Schlag auf Schlag: Gründung einer Genossenschaft, Baurechtsvertrag mit der Gemeinde, Sicherstellung der Finanzierung. Im Mai 1962 Baubeginn, Ende 1964 Bezug und im Juni 1965 Einweihung mit einem Riesenfest unter Beteiligung von halb – oder war es ganz – Zollikon. Zehn Jahre später, 1975 gab es wieder ein gross­artiges Einweihungsfest. Dieses Mal für die Erweiterung und das an das Gewerbezentrum anschliessende Werkgebäude der Gemeinde. Zu den vierzehn «alteingesessenen» Gewerbebetrieben kamen acht weitere. Erweitert hat sich auch die Branchenstruktur: nicht mehr alles Handwerks-, sondern auch reine Dienstleistungs- und Handelsbetriebe; nicht mehr alle auf Zollikon, sondern auf die ganze Schweiz und teilweise international ausgerichtet. Immerhin, als Steuerzahler und Arbeitgeber sind sie doch ganz Zolliker!

Das Gewerbe Zentrum Zollikon war in der Schweiz das erste seiner Art und dient heute noch vielerorts als Vorbild. Seine Architektur ist nicht «klotzig»; vielmehr fügt sie sich bestens ins Dorfbild ein. Dank wohlüberlegter Grundriss­gestaltung bleiben die angrenzenden Wohnquartiere von Immissionen verschont. Aus dem gleichen Grund ist die Erschliessung jedes einzelnen Betriebes im Zentrum optimal.

Das von Anfang an gute Einvernehmen zwischen den Genossenschaftern hat zu vielen Lösungen geführt, die allen nützen. So gehören zum Zentrum zwei Wohnhäuser wie auch eine Cafeteria mit Abgabe einfacher Snacks, wo aber auch Selbstverpflegung möglich ist.